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Kriegsbuch 12 (7. Dezember bis 22. Dezember 1917 [5. Januar 1918])

Konrad Weiß

Kriegsbuch 12

7. Dezember bis 22. Dezember 1917 [5. Januar 1918]

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7. XII. 17[Freitag, 7. Dezember 1917]

Schlegel, Philos der Geschichte, II. S. 56/57
betroffen von dieser hinausgewendeten Sachlichkeit des
Glaubens und Fruchtbarkeit des Gedankens bekennens
Es traf mich in der Stunde stillen Lesens. Im einzelnen
gewährt sich Gott aufschieb [sich], verlängert er die
Gnadenfrist; da ich eben nach Mönchen in
Ägypten suchte. Der Anachoret: Ob dieses Wort das
tiefste ist, der Aushub allen Seelenwesens
Aus- [VR] und Aufteilung in der Frühe du eingekrümmt in Seelen-
schacht. [Entwürfe zu "Anachoret" (Sinnreich 1. Fassung)] Anachoreten über d⟨..⟩ Verratmotiv⟨.⟩ Wie sich
die Geister wittern und die Eifrig Selbstsüchtigen
gerade doch sich zusammenfinden, wo jeder sich sucht, nicht
erst in Dinge tun, sondern schon in Ges. gleich denken

10. XII.[Montag, 10. Dezember 1917]

wie bei Rodin Natur Rilkeartig
sinnlich zu umschreiben. Diese Gotik der
fließenden inneren Grenze. Dagegen bei C. die
Erfahrung der festen inneren, nicht räuml, sondern
zeitl. Grenzlegung. bei Rodin ist
räumliche Entgrenzung, bei C. ist zeitl.
Begrenzung

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R. der Inwendige nach auswärts, so daß
eigener Raum entsteht, aber nirgends eigentl.
Welt geistig gestaltend, sondern nur empfindend,
nirgends begrenzend statt das äußere nach
innen, so daß der Charakter der Gestalt die
Welt spaltet. er ist noch nicht Eigenschaft
er entgrenzt den Raum in die Zeit, aber er
kann noch nicht die Zeit zur Erfahrungsspanne des
Raums begrenzen.

11. XII.[Dienstag, 11. Dezember 1917]

Schluß vers [VR: war der] Gedanke, von schwächster
Kraft der Hände getragen ganz ohne Verstehen
so stengellos werden.

Rauhreif den ganzen Tag der Himmel bedeckt. Wie schön und jeder
anders die Bäume, gleich zuerst die wie weiße hohe Flamme Pappel
und ander die Zweige wie [Zeichnung] Kerzen und wieder hängend und jedes
Baumes Kopf und Leib und Gerippe deutlich, ein scharf stiller
Lufthauch in den Gelenken unbiegsam schauernd und bewegt
die Ästchen und Enden gleich still unbewegt. daß so in Frost

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in gleichen Kräften und gleichem Geschehen von außen der Charakter
so ganz durchaus [VR] ungleich und wild [?] vom Himmel heimlich hell und da auf
einmal ja auch wie Tod und im Tod erst Charakter vollendet,
das ist wie Gottes Weisheit für alle gleich und jeder darin ver-
schieden, dem sie sich auslegt

12. XII.[Mittwoch, 12. Dezember 1917]

heute wieder Rauhreif, Feiergefühl und weißes Wehen der rieseln-
den Luft. in Bett in Frühe an „Parabel“ [Herz des Wortes] gedacht, daß es Fischbrut
heißen muß, daß das Landschaftliche „fische in den Seen“ ver-
schwindet. Dann „vollbracht im Stillen“ und es erquickt auch wie
befreites Gefühl, statt Qual von innen: der Gedanke so leichtert, ich
darf in Stille erlösen, und darf zu erfahren im tun und immer
nur zu jedem Tun vertrauen haben. Die Passion und Quälung
weicht aus mir und ist in uns immer selber; doch bei
Niederschreiben wieder Gedanke, Jeremias, ich bin der Mann, der
Elend sah.

dann stark und im Hauch gesättigt. wie sich
die Vokale vorlegen {hungerhauchgesättigt}, wollen zu Wort und oft noch nicht richtiges Wort
und Kampf des Formtones mit Gedanken. „Köder untilgbar
seelengleich vertraue und“ überhaupt nicht schildernde Worte, sondern
Wortgruppenworte, von Natur und Erfahrung stark und untilgbar
und dann schwebend sich anziehend abstoßend

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hauchhaltend gleichgewichtend und so erfahrungsmäßig aus Qual-
zürnung [?] und so auch Gedicht in Schwebe gerade an die
Stelle bringend für Parabel nötig und so ich durch Parabel
belehrt. das Erquickende dieses Morgens vollbracht
im Stillen, das Erquickende des Vollbrachten
und der Gedanke an Passion: Es ist vollbracht,
dies Gedicht des Gekreuzigten mit Erquickung
gestalten
.

Den neuen Glauben, wie gut Gott ist, daß
nicht glauben will, bin noch weit vom Kinde. das verlangend
glaubt, gegenüber dem Nachhängenden „Dem Willigen will der Herrscher
härter“.

14. XII.[Freitag, 14. Dezember 1917]

Zwischen Pfahl und Nagel, Fleisch und Dorn, Fühler zum
Holz gezwängt. ["Holz des Kreuzes" (Cumäische Sibylle)] Nach Dörflers Dasein auf Red und Besprechung
der Standarte. [Almanach zum 50. Geburtstag von Johannes Mumbauer, erschienen 1918] Unverstanden, aber das sei Lyrik selber [?] schwerster
Art. wie hast du mich erhöht. Nachmittag an Knies
gedanken und Gedicht „Emmausmorgen“. [Nachlaß]

15.[Samstag, 15. Dezember 1917]

ganz aus sich herauskommen, filii dei werden, die
Dinge nicht mehr erfahren, sondern sie wahren, darstellen,
direkt nachfolgen, nicht immer an Beispielen die
Dinge umstellen

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Wie durch einen Spiegel, wie angekommen und zu gehn bereit.
["Wie durch einen Spiegel" (Sinnreich 1. Fassung)]
daß das Sonett nicht Kampfform, sondern Nachdenke, Klärungs-
Abtrennungsform ist.

16. XII. 17[Sonntag, 16. Dezember 1917]

Prozeß Caillaux, wie in Frankreich Kriegs-
liquidation, Politik und Weltgeschichte zu Rechts-
verhältnissen und dieses Recht in Gesellschaft zu Tribunal und auf
lebendigste Weise äußerlich pointiert aber Abschaum und Höhe
fließend wird. Dagegen in Rußland welche Art Revolution
Gedanke an Stationen dichten nun deutlich
die 3 Fälle unter Kreuz, der Halbheit ganze
Kraft, der Kreuzbalken, der stemmt, das Wort,
das in micht stemmt ["Des Falles starre Regel" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]. für 3. Fall Gegend von
daheim, Wiesen Bäche.

Um diese Zeit kurz vorher vor Spiegelged.? „verbum
caro, quod est in potentia, non est in actu, das 1.
fertig gemacht: Nicht so viel Sinn der Dinge [Die cumäische Sibylle]
C. gezeigt, der sagt, daß er eben auch mit Sibylle
beschäftigt sei. Demut will fruchtbar sein ["Verbum caro" (Die cumäische Sibylle)]

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Immer noch wie Frevel schreckt, wie lange, Wollen das im
Seelengange. ["Dem offenbaren Worte" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)] Aus dem Gefühl des unfreien Tuns und wie
auf Unrecht ertappten Beschäftigung. Und um so mehr frevel-
haft auch das Gute, wie weiter noch der Weg, viel-
mehr wie Stärke noch eine Gegenbewegung statt-
findet
? ? ?

16. 17. XII. 17[Sonntag, 16. / Montag, 17. Dezember 1917]

Die mich zu dir erschafft. ["Des Falles starre Regel" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)] daß nicht
eine verstandesmäßige Folge, sondern die Stationen dem
Verstande willkürlich erscheinend entstehen, der
Glaube, leise [?] zweifel tätig den Augenblick für
die ganze Folge endlich nehmen will, diesen Weg immer
stärker, alles aus einem nehmen wollend, einschlagen

Ich wende mich von dir wie Wiesen Bäche
["Die bittere Lust des Falles" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]
Sinn das Genießen im Augenbad.

am 16. im Nationalmuseum halb [VR: kalt] der Eindruck
bes stark wie vor Renaissance die Weltbereitschaft
in Raum und Stoff empfangend tätig abbricht und dafür
verständlerei genüßliche Ahnung, verkleinlich⟨.⟩

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sich eintut. daraus bes. gedanke für letzte Station
„Nur dies noch, daß mein Werde – – –
in Demut gräbt, dein Denkmal weist, arm im Geist
["Das immer neue Grab" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]
Dies auch als Sühnung der aus Erkenntnisbaum angefangenen
Wortablösung

nun vollends Plan der Stationen fest gefaßt.
Sünde und Gram, als ob mir nehme, die Weitergabe
meinen besten Teil. Das Fortreißende. man geht
mit mir zum eignen Mord.
["Gespann des Kreuzes" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]
Den Priestern zeiget
Euch, doch vor dem Volke, seid stark und harret
aus in meiner Wolke. Wie ein heimlich unverstand
Element hereinkommend. Auch Bibel blätter
Gerasener Schweine [Markus 5, 1-20], er möge weggehen.
Nagelung, so bin ich Fluß Wirbel schlagend
mit dem Dank die Gebärde aus der Zerbrochenen
Hand ["Die neue Regel" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]

18.[Dienstag, 18. Dezember 1917]

Das Innerste, was mir geschah Unrecht
["Das Bild im Schweißtuche" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]

18.[Dienstag, 18. Dezember 1917]

Sinnend über Euch ihr Frauen Knorren Holz
durchscheuern .. ["Die Frauenbilder" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]
„Niemand eins wie du“, trinken muß mein Wesen
selbst mein Mund ["Immerwährende Mutter" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]

19.[Mittwoch, 19. Dezember 1917]

Daß ich nun auch eifrig werde, mich
drückt der Verräter, dies falsche Maß

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und Trieb des Eifers, dieses umgekehrten Neides
Maß des Eifers, die Mutter ist das Maß des Eifers,
das nicht Hemmung, nur Farbe, inneren Ton gibt.
daß Eigenschaften immer eine an der andern hinauf-
kletternd. stets steigerung, nie Abtrag durch Trennung,
sondern Einheit, Dornenkrönung, Maß des Stolzes.
Passion Inhalt des Maßes der Eigenschaften
statt Station, Abtrennung in Wortwechsel
Kein Mensch ist mächtig dieser Mutterschnur, die abge-
storben, aus dieser Gruppe sich schälen [?].
["Schoss der Schmerzen" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]
Daß ich immer auch [VR: noch]
weiter bis zuletzt aber [VR] Spitze ohne Richtung.
Ehre vor andern in Pietà

19. XII.[Mittwoch, 19. Dezember 1917]

Frühvorm. Daß nur mich deine Ruhe nicht erdrücke
daß in ⟨.⟩ Taube Stücke I. Station. Wechselbalg
Schalk wie in Lob schlagen anhebt. Neu beginnst du
mit mir deine Zeit.
["Gericht im Worte" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]
II. Schwankt eine Biene

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honigschwer, zum sichern Baue, mich reißt in mein Ge-
wicht, schwärmt aus mein Angesicht.
["Wandlung in Bürde" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]

Zuletzt vollends Pietà fertig. Es wächst der stille
Raum in unsern Seelen.
["Schoss der Schmerzen" (Die cumäische Sibylle, Stationen von Neid und Wort)]

18. XII.[Dienstag, 18. Dezember 1917]

Mit Marie in Kapuzinerkirche in Messe früh 6 Uhr,
fast ohnmächtig heimgeführt. als ich Mittags heimkam, war sie
wieder ohnmächtig. Sie wird immer magerer in Entbehrungen und
aller Kümmernis.

19. XII.[Mittwoch, 19. Dezember 1917]

Stationen abends fertig.
Gedanke an Sonette über den falschen Eifer, und über
das Maß in uns.

20. XII.[Donnerstag, 20. Dezember 1917]

Geknechtet, daß ich nicht, ["Vollbringung" (Die cumäische Sibylle)] daß aber alles tut, auch
Unwürdiges, um an Stelle kleben zu bleiben. Krüppelträger
Schel. M. wie sich die Menschheit vermißt, obwohl
wissen wie Fehler und Nichtachten doch Betrieb.
Scheler über deutsche Lage: bei Niederlage ist man traurig, bei
Sieg weiß man nicht, ob man nicht auch lieber traurig sein soll, denn
sofort ist der Deutsche wieder mit so und soviel Mehrforderung
da. So geht er nicht den starken Weg, sondern wie fällt er doch
gegen Anfang ab. Ausdauer ist alles. Wie hat die
Welt gedauert, Mutter der Geschlechter. ["Mutter der Geschlechter" (Nachlaß)].

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Abendmahl. er nährt, was ihn verzehrt, daß
das Sittliche, das bloß auf Gemeinschaft wirken
wollende, innerlich untreuer, weil unwesent-
licher, Um ihn unschädlich zu machen, zieht
er ihn an sich und zieht in [sic] groß, so daß er selber
den Schaden, und auch Schädlichen für sich nährt und er-
zieht.
So ein Verratdrama und So Verrat
der Welt, dieses die Geschichte dieses Katholizis-
mus, davon ich Zeuge

Wie sich immer mehr Vermischung des Her-
zens lösen und jeder in Christus enthal-
ten für sich sein muß (gegenüber unserer Familie
und dem Hällischen), dem zusammenhalten wollen
die Tatkraft, Klarheit der Liebe. Das Drama
beginnt, nachdem Wort entstanden, die
Kräfte wenden jetzt deutlich aus der Zeit
Brief von Mutter, im Bett immer schwer krank. Ge-

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schwisterreden. für Abendmahl Rattenkönig der
Brut der Gefühle für Herzen.

daß das Sittliche sich immer in Recht zu setzen versteht
und der Rechts stehende, gerade der das Recht hat, als
Ungeschlacht erscheint, als Unrecht spieler. Je größer
der Baum der Erkenntnis wird, (und je weniger daraus
nicht bewußt Schuld aufgenommen wird
), desto dümmer wird die
Welt, die Kunst Stückgolds. | wie der auf dogm. rechtem [VR]
Wege gerade in Lebensdingen nicht in gewohnten Grenzen ist, Geldsachen
Fl. daß der Sittliche sich hier Geiz und habsüchtig beweist.
Judennatur, er hat hier das richtige „Material-
gefühl“ und hält sich und verdammt die andern.

21.[Freitag, 21. Dezember 1917]

wie schädlich der konservative Schleier gerade in
Kunstfragen der echt. Konserv. Gesinnung. Diese
Judart aller Eigenschaftung. Weltpflicht.
Das Sittliche Kant, so auch Förster nimmt immer
von Volk und Mensch den Geist der Verantwortung,
andererseits aus zu viel Verantwortung die

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Weltgröße | er nimmt Kopf zu fassen und
Füße zu gehen, nimmt die Glieder, Ding an sich und
Idee, Glauben glieder. III.

daß derjenige, der das Gute ausspricht durch Kampf,
daß z. B. für die Güter der Welt als Glieder des Geistes
daß gerade der von Gott zu diesem Kampf, Forderung
und Bekenntnis Gepreßte sie nicht hat,
diese Einheit der Form

Auf der Schneide des Verrats nach außen, daß immer
so leben muß, auch Hertling muß jetzt mit Bolschewiken
verhandeln, so darf man sich Umgebung nicht wählen
Gott will dieses Abbild der Stellung für innere Zuständlich-
keit. Er will nicht falsche Geschenke, daß ⟨1⟩ franz. Presse
schreibt, das deutsche Manöver übersteige an Kühnheit alles
was man von Männern erwarten könne, die gewohnt seien, die
Tatsächlichkeiten zu handhaben, daß auch ⟨1⟩ ges. [?] Qual, Stellungs
grab noch nicht wahres Leben, falsche Ausschließlichkeit, auch
noch liberal ist.

Zu dieser Zeit, da alles Profit und sich gegenseitig

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angräbt und stützt und militär. Rangordnung aller
Stellung und Teuerungsüberlauf, oft das Gefühl, wie ganz
durch geistige Gewalt zu leben gezwungen, wie
Puppe sich öffnet, Schmetterling noch wie deh-
nend ⟨1⟩ vor Heiligtum in Gold. Schmetterling in
Winter und wie in Teppich geflochten

Gedanke ara coeli fertig zu machen. daß jetzt
zu ara coeli; also nicht aus Verschränkung, sondern an einem
Punkt vorher, wie Spinne Faden wirft
So beschränkt sich die Eigenschaft und findet
Netzfeld und findet Dasein und wirken
können seine geschichtliche Spanne
in der Ebenbildlichkeit
Schalom neue Buch „Spinne,
⟨1⟩ anfangs Kessel [?] Schmetterling, Rauschengel

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spernere se sperni, keine Ehre mehr haben
wollen, nur neidlos durch Blick leben
gestalten, nicht sammeln in falschem Neid,
sondern [VR: von] Kernen [?].

21. XII.[Freitag, 21. Dezember 1917]

Der nur konservativ von Mutter her ist,
in auf Boden Herkommen nicht Abweichen können, aber nicht auch im
Ziel im Ratschluß des Vaters; alles soll auf Ratschluß
legen. Wie der Heide, den Gott sich bindend entstehen
ließ, als Tragik. die Strafe des Segens mit Ratschluß
und Mutterschaft beginnen

Dramabegriff die Angst vor dem Falschen und diesen
darum hegen und schädlich machen (im Grunde ein
sich selber mißtrauen und falsch hegen) nicht für sich sondern für
Ges; dagegen den Wahren absägen, ihn der Ges. dadurch
nützlich, sich aber schädlich machen und dies plötzlich eintreten
lassen, plötzliche Angst, er muß immer wieder darauf treten und mit
Furcht arbeiten. Aber auch der Stille ist ein Verräter, der nicht
sorgt, daß man etwas auf ihn hält. Der Verräter

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der alle vergleicht, dadurch sich selbst auch schließlich haltlos macht
daß gleich Unglück aus neuer Verbindung ab schlimmer
geht, aber nur noch mehr zusammenhängt.
Retardieren des Inhalts, daß gegen einen schlechten betrüg-
erischen Berater viel weniger die Warnung sich erhebt
der Verrat liegt als Leidenmüssen in der Welt
auch am Entfernen des Verräters sind wir schuld
so auch einen Augenblick als Barbarossaschuld
feststellen, aber B. als wirkl. Größe.
Dies als Thema des Anachoreten ["Anachoret" (Sinnreich 1. Fassung)]